• Christoph

OB-Check im Vereinshaus: Was wurde da wirklich „abgecheckt“?

Aktualisiert: März 8

Der Saal im Vereinshaus war sehr gut gefüllt, die Bürger gespannt: Wofür stehen unsere Oberbürgermeisterkandidaten? Kurze Zusammenfassung: Sie stehen für Wohnen, für Radeln, für ein Mobilitätskonzept und natürlich für ein Jugendzentrum. Das freut uns!

Der Kuschelkurs der Kandidaten erinnerte an das Kanzlerkandidatenduell Merkel vs. Schulz im Jahr 2017: Wir sind uns einig, man will sich nicht angreifbar machen. Vielmehr beteuerten die „Diskutierenden“, wie wichtig es sei in Sachfragen gut zusammen zu arbeiten. Auch das freut uns!

Dr. Hümmer beschwor die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt und OB Kegel referierte über unsere große Geschichte als Salzstadt. Natürlich: Es sei wichtig gewisse Dinge JETZT anzugehen. Zum Beispiel zauberte Dr. Hümmer ein geeignetes Objekt für ein Jugendzentrum aus dem Ärmel. Auch durfte der Jugendbeirat die Frage stellen, was sich die Kandidaten für die Jugendlichen in der Stadt vorstellen können. Viele gute Ideen! Ebenfalls erfreulich.

Einzig Simon Steiner bezog immer wieder klar Stellung, zum Beispiel zur Verschuldung Traunsteins. (Da war der Abend leider schon weit fortgeschritten. Das hätte spannend werden können!) Ja, die Verschuldung ist jetzt noch im Vergleich zu anderen Städten in Bayern gering. Doch was die letzten Jahre nicht angegangen worden ist, schlägt jetzt zu: Die Einnahmenseite der Stadt ist richtig mau.

Man stellt sich schon die Frage: Wenn hier solch eine Einigkeit herrscht, warum geht man dann diese wichtigen Themen nicht an? Glaubt man den Kandidaten, so gibt es (auch, wenn sich der OB dagegen ausspricht) einen breiten Konsens für eine Wohnungsbaugesellschaft. Dennoch hat der Stadtrat mit breiter Mehrheit das Thema verschoben. Über das Jugendzentrum diskutiert man seit Jahren und jetzt taucht plötzlich ein Vorschlag auf. Etliche weitere Beispiele wie Gewerbesteuereinnahmen, Nutzung der Leerstände oder Parken könnte man hier genauso aufführen.

Ebenfalls Einigkeit herrschte darüber, dass der geplante CAMPUS Chiemgau eine großartige Sache und eine immense Chance sei. Leider kamen keinerlei Pläne zur Sprache, was man daraus machen kann. Wir erinnern uns an den Campusabend der Initiative Traunstein mit Landrat Walch. Das Konzept des CAMPUS muss sich in Traunstein abbilden und daran sollten wir arbeiten: Digitalisierung, Co-Working, neue Arbeitsmodelle für junge Familien und gleichzeitig die Aufwertung des Handwerks. Außerdem einheimische Betriebe fördern und halten, Belebung der Innenstadt, Ausbau des Freizeitangebots, …

Da sind wir uns doch einig, oder?


Georg Osenstätter und Florian Fraunhofer

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