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Für die Zukunft der Jugend und ein gutes Miteinander

  • josephineschmid
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Diskussionsabend im Café Festung - Initiative Traunstein sucht den Dialog


Traunstein. Einen Diskussionsabend mit dem Themenschwerpunkt „Zukunft für unsere Jugend“ organisierten kürzlich Vertreter der Initiative Traunstein im Café Festung. Rund 15 Gäste nutzten die Gelegenheit, mit den Organisatoren ins Gespräch zu kommen und erste Ideen sowie Wünsche zu äußern. Dabei wurden Themenfelder wie das schwindende Traunsteiner Nachtleben ebenso diskutiert wie fehlende Schlechtwetterangebote für Jugendliche. Auch Fragen zu Verkehr, Ehrenamt und Angebote für die ältere Generation fanden Eingang in die Diskussion. Moderiert wurde der Abend von Stadträtin Susanne Deckert. Drei weitere Gesprächstermine sind in den kommenden Wochen geplant.

„Wir wollen weiterhin mit allen Bürgerinnen und Bürgern Traunsteins in einem konstruktiven Dialog stehen“, betonte die Stadtratskandidatin Sabine Garbarino zu Beginn des Abendsund brachte zugleich ihre Freude darüber zum Ausdruck, „dass wir diesem Anspruch mit einem offenen Austausch wie heute gerecht werden“. Nach einer kurzen Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten der Initiative Traunstein hatten die anwesenden Gäste im Café Festung das Wort.


Einen bunten Strauß an Themen richteten die Besucher des Gesprächsabends im Traunsteiner Café Festung an die Mitglieder der Initiative Traunstein. Moderiert wurde der Abend von Stadträtin Susanne Deckert (stehend).
Einen bunten Strauß an Themen richteten die Besucher des Gesprächsabends im Traunsteiner Café Festung an die Mitglieder der Initiative Traunstein. Moderiert wurde der Abend von Stadträtin Susanne Deckert (stehend).

In der Gesprächsrunde wurde schnell deutlich, dass allen Anwesenden das Wohlergehen der Jugendlichen ein großes Anliegen ist. Entsprechend zahlreich waren die eingebrachten Ideen und Anregungen. Mehrfach nannten die Gäste den Wunsch nach einer Belebung des Traunsteiner Nachtlebens für junge Erwachsene – etwa durch mehr Konzerte für junge Menschen oder die Etablierung eines neuen Tanzclubs in der Großen Kreisstadt. Besonders bedauert wurde dabei die Schließung des Clubs „Kafka“ sowie der Diskothek „Underground“.

Thematisiert wurden außerdem die begrenzten Möglichkeiten für Teenager, sich bei jedem Wetter zu treffen oder gemeinsam Zeit zu verbringen. Zwar habe die Stadt zuletzt etwa in den Spielplatz in der Au investiert oder das Jugendzentrum in den Stadtpark verlegt, dennoch sehen die Anwesenden weiteren Handlungsbedarf, um Traunstein für junge Menschen attraktiver zu machen.

„Gerade der Campus Chiemgau soll stärker mit der Innenstadt vernetzt werden“, betonte Margret Friedrich aus Haslach und ergänzte, „Ziel muss es sein, jungen Menschen und Studierenden nicht nur einen modernen Lernort zu bieten, sondern zugleich einen attraktiven Lebensraum und einen lebendigen Begegnungsort in der Innenstadt zu schaffen“.

Die 18-jährige Stadtratskandidatin Emmy Deckert möchte sich diesem Themenfeld weiter annehmen und die Ideensammlung gemeinsam mit ihren Altersgenossen vertiefen. Gleichzeitig stellte Sabine Garbarino klar: „Wir setzen uns für ein Traunstein ein, in dem sich Menschen aller Generationen und Lebenslagen zu Hause fühlen und in dem wir die unterschiedlichen Altersgruppen für ein gutes Miteinander zusammenbringen.“

Ein weiteres Thema des Abends war das Ehrenamt. Roswitha Maier berichtete: „Ich engagiere mich seit vielen Jahren in verschiedenen Vereinen, unter anderem bei Vergissmeinnicht Chiemgau“, und ergänzte, aus ihrer Sicht wäre es sinnvoll, bestehenden Leerstand in der Innenstadt für Menschen in Notlagen zu nutzen. Der Vorsitzende Johann Wimmer fügte hinzu, ebenso wichtig sei der Erhalt und der Ausbau der Hilfen für Sportvereine beziehungsweise der Sportstätten.

Mehrere Wortmeldungen, unter anderem von Franz Wolferstetter aus Geißing, bezogen sich zudem auf die Verkehrssicherheit und den Wunsch nach einem konfliktfreien Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Stadtratskandidat René Josef Drost betonte hierzu: „Durch sinnvolle, langfristige Planungen sowie durch kleine, aber wirkungsvolle Maßnahmen setzen wir uns für Verbesserungen auf den Straßen im Stadtgebiet ein.“ Darüber hinaus sei es notwendig, nachhaltige Verkehrslösungen für Traunstein zu entwickeln.

Auch der Ausbau von Seniorenangeboten wurde angesprochen. Reinhard Gocht kritisierte dabei insbesondere die begrenzten nicht kommerziellen Begegnungsräume in der Stadt. Für Markus Schneider, der hauptberuflich in der Seniorenhilfe tätig ist, ist es daher sinnvoll, „als ersten Schritt eine bessere Vernetzung aller ehrenamtlichen Angebote mit den Möglichkeiten des Hauptamts anzustreben, um einen deutlich intensiveren Austausch aller Akteure in der Seniorenhilfe zu erreichen.“

Das Thema Senioren spielte auch bei Fragen zur wohnbaulichen Entwicklung eine Rolle. „Wir müssen bei zukünftigen Bauprojekten stärker auf Generationenintegration achten und im Wohnungsbau das Zusammenführen unterschiedlicher Generationen gezielt fördern“, stellte Stadtratskandidat Tobias Huber fest.

Mit weiteren Veranstaltungen möchte die Initiative Traunstein in den kommenden Wochen erneut mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Zum Abschluss der Diskussion betonte Susanne Deckert: „Unser Ziel ist es, weiterhin im engen Austausch mit den Traunsteinern zu bleiben und diese Impulse direkt in das politische Leben einzubringen.“

Sabine Garbarino zog am Ende der eineinhalbstündigen Veranstaltung ein positives Fazit, „wir haben für unser politisches Engagement wieder einige wichtige Aspekte mitnehmen können“, so die Spitzenkandidatin der Initiative Traunstein im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Darüber hinaus wurden weitere Termine für Gesprächsrunden bekannt gegeben. Am Montag, 9. Februar, besteht ab 19 Uhr im Vereinsheim der Feuerwehr Wolkersdorf die Möglichkeit zum Austausch. In Kammer stehen die Mitglieder der Initiative Traunstein am Donnerstag, den 12. Februar um 19.30 Uhr für ein Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürger im Gasthaus zur Post zur Verfügung. Als dritte Möglichkeit können Interessierte am 25. Februar um 19 Uhr im Angerbauer Hof mit den mit den Stadtratskandidaten ins Gespräch kommen. hob


Text und Bild

Hubert Hobmaier

Neuhausener Straße 12

83278 Kammer

0170/4501789


 
 
 

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