Initiative Traunstein stellt 13 Kandidaten für Stadtratswahl
- josephineschmid
- 14. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Stadtrat Georg Osenstätter führt Nominierungsliste an
Traunstein. „Traunstein kann mehr“ – unter diesem Motto bewerben sich 13 Kandidaten der „Initiative Traunstein“ bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 um ein Mandat im Traunsteiner Stadtrat. Georg Osenstätter, seit sechs Jahren Stadtrat, führt die Nominierungsliste auf Platz 1 an. Bei der Aufstellungsversammlung im Wochinger Brauhaus wurde der Wahlvorschlag und die Liste der Bewerber – vier Frauen und neun Männer – einstimmig gewählt. Susanne Deckert, bisher ebenfalls für die Initiative Traunstein Mitglied des Stadtrates, kandidiert nicht mehr für ein Mandat.
Georg Osenstätter (41) aus Traunstein-Kammer, beruflich als Materialwissenschaftler tätig, blickte zu Beginn der Versammlung auf die sechs Jahre im Stadtrat zurück. 2019 wurde die Initiative Traunstein gegründet. Anlass war die Unzufriedenheit mit der Stadtpolitik. Die Mitglieder, der damals formierten Wählergruppe sahen viele Potentiale als nicht ausgeschöpft, wollten dies ändern, waren bereit Verantwortung zu übernehmen und aktiv für ein lebendiges und lebenswertes Traunstein einzutreten. Auf Anhieb sei gelungen bei der Wahl 2019 zwei Stadtratsmandate zu erringen. „Wir sind keine Protestbewegung, vielmehr wollen wir mitgestalten, im Stadtrat zusammenarbeiten und gemeinsam für Traunstein Gutes erreichen“, betonte Osenstätter. Die Stadtpolitik habe sich in den vergangenen sechs Jahren geändert und viel Positives sei erreicht worden. „Doch wir sind noch nicht am Ende, wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen.“ Deshalb habe der, bei Gründung der Initiative Traunstein formulierte Leitspruch „Traunstein kann mehr“ nach wie vor Gültigkeit. Für die 13 Kandidaten der Initiative Traunstein ist es nicht nur Slogan, sondern Anspruch, unter dem sie die Stadtpolitik mitgestalten wollen, so unisono die Aussage der Bewerber.

Auf Listenplatz 2 bewirbt sich Sabine Garbarino (46) um einen Sitz im Stadtparlament. Die Mutter zweier Buben ist in Traunstein aufgewachsen, war als freiberufliche Beraterin weltweit für Entwicklungszusammenarbeit für Projekte für Regierungen und Institutionen tätig, lebt mit ihrer Familie wieder in Traunstein. „Traunstein soll für alle Bürger gut funktionieren“, deshalb fühle sie sich in der ideologiefreien Initiative Traunstein wohl und stelle sich zur Wahl. Roswitha Maier (55), ist auf Listenplatz 3 nominiert. Maier ist als Assistentin der Geschäftsführung bei einem Traunsteiner Brauereiunternehmen tätig. Sie will sich im Falle einer Wahl in das Ratsgremium unter anderem gegen den Leerstand in der Stadt einsetzen. Sie glaubt das Vieles ungenutzt ist und das dies geändert werden kann. Auch will sie gegen „braunes Gedankengut“ eintreten. Auf Listenplatz 4 kandidiert Renè Drost (43), Arzt, der sich in Traunstein ehrenamtlich im Arbeitskreis Verkehr engagiert. Seine Motivation für die Bewerbung um ein Stadtratsmandat sei „die Kommune, das Zusammenleben und die Menschen in Traunstein und nicht Macht oder Karriere.“ In politisch und gesellschaftlich angespannten Zeiten „sollte man bereit sein, Verantwortung zu übernehmen“, so Drost. Auf Platz 5 der Liste der Initiative Traunstein bewirbt sich Studienrat Tobias Naturski (43) um ein Mandat im Stadtrat. Der Vater von vier Kindern lebt mit seiner Familie in Geißing. „Traunstein ist Herz des Chiemgaus. Das sollte man merken und erleben“, so sein Antrieb für die Bewerbung. Um diesen Titel gerecht zu werden, sei noch einiges möglich und machbar. Zudem ist ihm, als Familienvater, die Verkehrssicherheit für alle Generationen ein besonders Anliegen.

Die weiteren Kandidaten der Initiative Traunstein für die Wahl des Stadtrates Traunstein sind: Platz 6: Florian Fraunhofer (44), Produktmanager; Platz 7: Dr. Josephine Schmid (38), Ingenieurin; Platz 8: Emmi Deckert (18), Schülerin; Platz 9: Johann Wimmer (41), Qualitätsleiter; Platz 10: Markus Schneider, Pflegedienstleiter; Platz 11: Tobias Huber (40), Bautechniker; Platz 12: Christoph Ertl (47), IT-Consultant; Platz 13: Dr. Rudolf Deckert (49), Softwareentwickler.
Die Nominierungsversammlung leitete Robert Muggenhamer aus Erlstätt. Im Wahlausschuss unterstützt wurde er von Vroni Fraunhofer und Susanne Deckert. Peter Volk






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